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Von der Studienabbrecherin zur Unternehmerin – Meine persönliche Geschichte

Wie & wieso habe ich mich selbstständig gemacht? In diesem Blogpost teile ich mit dir meine Social Media Anfänge auf Instagram, TikTok, YouTube und Co., meine erste Erfahrung mit digitalen Produkten und meinen Studienabbruch.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Warum ich mit Social Media angefangen habe
  • Was mich täglich motiviert weiterzumachen
  • Wieso ich mein Studium abgebrochen habe

 

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Meine Social Media Geschichte:

2017 habe ich meinen YouTube Kanal unter dem Pseudonym “Peppermint Patty Blue” gegründet ohne meine Eltern um Erlaubnis zu fragen. Ich war selbst ein großer Fan der Beauty- & DIY-Blogger-Szene und hatte Lust, meinen Idolen nachzueifern. Meine Videos habe ich mit meinem damaligen Handy auf 3 Schuhkartons gefilmt und anschließend auf meinem Laptop geschnitten. Ich kann garnicht genau in Worte fassen, was mich an der Plattform so fasziniert hat, aber es war wie eine eigene kleine Welt, in die ich da getreten war und es gefiel mir. 

Der Kanal entwickelte sich zu meinem kreativen Hobby, ich lernte immer mehr Bearbeitungstechniken, wünschte mir zu meinem 18. Geburtstag eine gute Videokamera und filmte einfach das, was mir gerade Spaß machte. Der Kanal ist mit mir zusammen erwachsen geworden – angefangen mit Beauty- und Drogerievideos, über DIY, Reitsport bis hin zu Fitness Content war Alles dabei. Dass ich mit diesem Kanal Geld verdienen könnte, war mir lange gar nicht bewusst, weil ich kaum Jemanden kannte, der Social Media beruflich machte.

Instagram hatte ich durch eine Schulfreundin kennen gelernt, mit der ich zusammen in unserer Mittagspause “hochprofessionelle” Fotoshootings gemacht habe. Wir sind mit unseren Starbucks Getränken losgezogen um möglichst “Pinterest-mäßige” Bilder zu kreieren und anschließend mit einem vielsagenden Zitat in der Caption auf Instagram hochzuladen.

2016 hatte ich mein Abitur in der Tasche – was also jetzt? Kurz hatte ich mit dem Gedanken gespielt, in die kreative Richtung zu gehen zum Beispiel Kommunikationsdesign zu studieren oder beim Fernsehen zu arbeiten. Davon wurde ich aber schnell abgebracht, da mein Umfeld es nicht für besonders sinnvoll hielt, mit einem 1,9 Abitur so einen Weg einzuschlagen. Also zog es mich zur Zahnmedizin …Warum Zahnmedizin? Weil mein Vater Orthopäde und Unfallchirurg ist, ich also von klein auf Überschneidung mit der Medizin hatte und es auch immer super spannend fand, wenn ich im OP Praktikum machen durfte. Ganz ehrlich: für Humanmedizin war mein Abitur deutlich zu schlecht, da schien mir Zahnmedizin ein guter Kompromiss, zumal sich das in meinen Augen auch besser mit Familienplanung vereinbaren lässt (ja, darüber habe ich mir mit 18 den Kopf zerbrochen :D!)

Als ich dann auf meine Uni Bewerbungen nur Absagen erhielt, habe ich mich für den Medizinertest angemeldet – das ist ein spezieller Eignungstest, der an den deutschen Unis sehr hoch angerechnet wird. In diesem Test konnte ich 92% erreichen (das bedeutet soviel wie, dass ich zu den 8% Besten meines Testdurchlaufs in ganz Deutschland gehört habe). Durch dieses Ergebnis wurde meine Abiturnote um 0,8 aufgewertet und ich stand quasi auf 1,1 – nach kurzem Überlegen bewarb ich mich dennoch “nur” auf Zahnmedizin, weil ich dachte, dass es besser zu mir passen würde.

Was war die ganze Zeit mit Social Media? Ich habe die Zeit genutzt und meine Entwicklung dokumentiert. Nach dem Test habe ich Tipps für angehende TeilnehmerInnen abgefilmt und hatte auch nie daran gedacht, Social Media für das Studium aufzuhören. Bis zu einem Abendessen mit Bekannten meiner Eltern … Sie waren beide Zahnmediziner, wussten von meinem kleinen Hobby und haben mir klar gesagt: “Sophie, lösch diesen Kanal! Niemand an der Uni darf das Gefühl bekommen, du würdest über dein Studium berichten. Du wirst keine gute Zeit haben, wenn du daran festhältst.”

Ich bin Sophie, Gründerin von The Growth Generator

Ich habe ernsthaft überlegt, den Kanal zu löschen, habe aber darauf vertraut, dass sich die Einstellung auch geändert haben kann – schließlich leben wir im 21. Jahrhundert und ich mache ja nichts Verbotenes? 

Mein Studium war mir unfassbar wichtig. Ich habe mich enorm ins Zeug gelegt, sehr viel gelernt und alle Hobbies (bis auf Social Media) nach und nach für das Studium aufgehört. Ich war einfach überfordert mit all den Verpflichtungen und musste mir Platz verschaffen – den ich dann mit Lernen füllen konnte. Zahnmedizin ist einer der teuersten Studiengänge in Deutschland – allein im ersten Semester fielen über 1000€ an für Werkzeuge und Lehrbücher. Die Kosten für Miete, Essen und Studium konnte ich ohne Nebenjob nicht tragen, also wurde ich finanziell unterstützt. 

In meinem 3./4. Semester kam dann der Schock: es gab finanzielle Probleme und obwohl mir klar war, dass man Alles versuchen würde um mein Studium zu halten, bin ich wachgerüttelt worden: so kann das nicht ewig weitergehen! Die finanzielle Abhängigkeit hat mich mental sehr belastet, ich hatte oft Zukunftsängste und habe mich sehr machtlos gefühlt.

Also habe ich beschlossen, Social Media nun zu meinem Nebenjob zu machen. Ich hatte zwar ein paar Follower, aber keine seriösen Kooperationsanfragen und keine Ahnung, wie lange es dauern würde, bis ich Geld mit Social Media verdienen könnte. Ich habe gefühlt alle Podcasts, Videos und Blogs der damaligen Social Media Gurus durchgesuchtet, jeden Tipp aufgeschrieben und versucht, einen roten Faden zwischen all diesen kleinen Tipps zu finden. Ich habe viel experimentiert und anschließend die Insights analysiert um herauszufinden, was für MEINEN KANAL die richtige Aufbaustrategie ist. 

EIn paar Monate später kamen die ersten Anfragen für Kooperationen rein und ich konnte Geld mit meinem Hobby verdienen. Als es dann mal angefangen hatte, war es, als hätte ich einen Stein ins Rollen gebracht – die Kanäle liefen gut, ich konnte irgendwann auch mehr für Placements verlangen und hatte coole langfristige Kooperationen. Um mich langfristig unabhängig zu machen von der Werbung für Andere und den Entwicklungen im Influencer Marketing, habe ich 2020 meinen eigenen Onlineshop gestartet mit ersten digitalen Produkte, die ich selbst auf dem iPad erstellt hatte.

Da war ja noch was …

Ja, ich habe das Alles alleine neben einem Vollzeitstudium aufgebaut. Mein Studium war Priorität Nummer 1, ich habe Alles in Regelstudienzeit bestanden und war auf dem Papier eine absolute Musterstudentin. Das hat vor allem gutes Zeitmanagement erfordert – ich habe oft Content vorproduziert um in der Klausurenphase einen Vorrat zu haben. Das, was ich mir von meinem Studium und späteren Beruf aber gewünscht hätte, wäre dieser Drive gewesen, den ich bei Social Media immer hatte. Ich war mir sicher, dass das mit der Zeit schon noch kommen würde, dass dieser “Klick” einfach ein wenig Zeit braucht.

Aber es kam kein “Klick”. Mein Studium war ein gelebter Albtraum für mich. Vielleicht hatte ich mir und meinem Umfeld einfach nur beweisen wollen, dass ich das kann. Dass ich nicht “zu dumm” bin um Zahnärztin zu werden. Ich war in der Schule nie besonders beliebt gewesen, hatte oft das Gefühl, mich beweisen zu müssen um dazu zu gehören – das legt man nicht mit dem Abitur ab. Aber mit der Zeit wurde mir klar, auf was für einem Selbstzerstörungs Trip ich da eigentlich war …

Der Alltag in der Zahnklinik fühlte sich an wie ein Lauf durchs Mienenfeld. Das Studium war sehr hierarchisch aufgebaut und als Studentin war ich das niedrigste Glied der Kette. Ergo war ich auch der Blitzableiter für Alles, was schief lief. Meine schlimmste Erfahrung war die erste Füllung, die ich einem Patienten gelegt hatte. Als ich sie vorzeigte um meine Prüfungsleistung zu bekommen, wurde ich unvermittelt angeschrien was ich da für einen Mist gebaut hätte (ja, vor dem Patienten!). Es war kein unverzeihlicher Fehler, sondern etwas, was im Alltag in der Praxis auch oft passiert – das war mir natürlich nicht bewusst. Ich wollte in diesem Moment einfach nur verschwinden – einfach nicht mehr existieren, damit sie Jemand anderen anschreien kann. Zusammengefasst: mein Studium und die zahnmedizinische Tätigkeit haben mir keine Freude bereitet.

Je länger dieses Studium ging, desto weniger hatte ich das Gefühl, dass das wirklich MEIN WEG sein soll. Ich hatte mir mein Leben immer so anders vorgestellt und es war mir immer so wichtig einen Beruf zu haben, der mich erfüllt und glücklich macht. Ich habe mich so gefühlt, als hätte man mein Feuer ausgepustet – ja, ich weiss, dass hört sich nach Burnout an, daher mein Appell an dich: Nichts ist mehr wert als deine mentale Gesundheit!

Ich habe daher 2021 entschieden, ein Urlaubssemster zu nehmen, um gestärkt noch die letzten 3 Semester meines Studiums irgendwie hinter mich zu bringen … Wer will schon nach 4 Jahren Arbeit ohne Abschluss dastehen? In diesem freien Semester hatte ich viel Zeit nachzudenken – klar, ich kann das Studium beenden und was dann? Ich will nicht in diesem Beruf arbeiten, also braucht es eine Alternative … Nach langem Hin und Her habe ich die finale Entscheidung getroffen: Exmatrikulation. Ein paar Wochen später habe ich mich für Marketing & Digitale Medien eingeschrieben, um das, was ich mir Learning by doing selbst beigebracht habe, auch in der Theorie zu verstehen.

Was mich täglich motiviert

Ich bin Jemand, der ganz viele unterschiedliche Interessen hat – online kannst du dich frei entfalten und quasi zu jedem noch so spezifischen Thema Inhalte finden. Ich weiss zwar schon unfassbar viel über Social Media und Online Business Aufbau, aber es gibt noch so viele Erfahrungen, die ich unbedingt machen möchte. Ich würde zum Beispiel unfassbar gerne mal Retreats für Frauen organisieren, bei denen man gezielt an den eigenen Themen arbeit und gemeinsam eine Transformation erlebt, mich selbst weiter entwickeln und noch mehr aus meiner Komfortzone gehen. Die Online Welt steht nie still, es gibt immer etwas zu entdecken und es ist ein konstanter Lernprozess, der mir unglaublich viel Spaß macht.

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